Flow weckt in Führung und Erziehung
das, was eigentlich zählt.
Führen und Erziehen durch belebenden Einfluss
Eile mit Weile
Laozi
6. Jhd. v. Chr.
Führen durch Weilen
(Nicht-direktives Führen durch Gelassenheit)
Im Daoismus seit 2500 Jahren - Schweizer Tradition seit 1993
Es ist seltsam. In der Arbeit mit dem existentialen Flow haben
sich nützliche und wirksame Praktiken herausgebildet, die den-
selben Grundprinzipien entsprechen, wie sie auch schon in alten
chinesischen Traditionen bekannt waren. Wir sprechen vom
existentialen Flow, während der Daoismus vom “De des Dao”
redet, vom “Schwung des günstigen Weges”. Die östlichen
Praktiken waren der Selbstentwicklung, der Medizin, der Nah-
rung, der Gesundheit und den sanften Sportarten (Tai Chi, Aikido)
gewidmet und fanden auch in Politik und Führung Einlass.
Dieses chinesische Wirkkonzept erlebt heute im Westen
(chinesische Küche, Akupunktur, Sport, Taiji, KungFu) einen
grossen Boom.
Der existentiale Flow wird ebenfalls für die Selbstentfaltung ge-
nutzt aber vor allem für alle Formen von Kommunikation, für
Führung, Erziehung und Beziehung. Die Dr. Gasser FLow-Akade-
mie widmet sich diesem Anliegen seit 1993. Die vorliegende Web-
seite führt dazu über 140 Werkzeuge auf. Eine markante Beson-
derheit, die dem “DE” und dem existentialen Flow gemeinsam ist,
besteht im Weilen.
Die Webseite daode.ch zeigt interessante Parallelen auf zwischen
der Dao-Tradition und der Flow-Praxis. Es gibt ein gutes Sprichwort
im Deutschen, das diese Parallelen sehr gut ausdrückt: “Eile mit
Weile”. Das Weilen meint genau jene dynamische Gelassenheit,
welche im “dynamischen Nicht-Handeln” steckt. Ein Geheimtip für
jede Führung und Erziehung.
Nachfolgend einige Eigenschaften dieses Weilens, welches wir
auch “Gelassenheit” nennen.
Warum wir Lust haben auf mehr Flow-Praxis?
Die ganz konkreten Anwendungen der
Flow-Pädgogik
Weilen ist die volle Dynamik
der Lebendigkeit
1
Bild 1: www.flickrhivemind.net
Die Zen-Welle enthält das
Geheimnis der Fraktale. Das
elementare Flow-Prinzip
für Führung und Erziehung
Fraktal - wenn der elementare
Teil und das Ganze derselben
Dynamik gehorchen
Weilen erlaubt nachhaltige Führung und Erziehung
. . . ist ein dynamisches Fliesswerk und
•
bezieht konsequent die Vitalitäts-Logik mit ein.
Beim Flow wie beim “DE” (Schwung des Daoismus).
. . . baut auf das Menschenbild der neuen Zeit und
•
das ist das Weltbild der Weite - mit Inkarnation des vitalen
Schwunges (Flow / DE.)
•
zeigt, wie in jedem Detail das, was Wirklichkeit wirklich
macht, enthalten ist - das Eigentliche
. . . braucht keine “Umsetzung in die Praxis”, weil
•
sie direkte Praxis ist, da Flow (wie DE) die Essenz der
Praxis ist.
Die Flow-Praxis aktiviert jenen belebenden Einfluss, . . .
•
der aus Bewusstsein und tiefster Betroffenheit entsteht.
Dabei zeigt sich auf interessante Weise, dass die
existentiale Lebenslust eine Inkarnation des DE ist und zudem
der psychologischen Lust deren Energie und Schwung liefert.
•
dank dem es gelingt, die gelassene Souveränität zu erlangen und
aufrecht zu erhalten.
•
der auf einen Umgang setzt, welcher nicht nur gewalt-frei sondern
flow-voll ist. Also nicht: “Viel reden und fordern, oder sich heftig
engagieren”, sondern selbstverständlich Lust und Bereitschaft
wecken. «Das Lehren ohne Worte betreiben, ... wirken, doch nicht
darauf pochend» (Dao De Jing, 2,10+13).
•
der das Sinn-volle nicht nur im Kopf zum Bewusstsein bringt,
sondern auch in der Erfahrung erleben lässt.
Die Flow-Pädagogik bietet ganz konkrete Anwendungen
nach dem Prinzip des Weilens
•
für die Grundlagen der Pädagogik.
•
für die Erziehungspraxis von Eltern und Betreuenden.
•
für den Umgang zwischen Generationen, der ein
neues, präzises Profil erhält: Gunst in jeder Situation.
Wieso wir Lust haben, immer mehr zum professionellen
Flow-Praktiker, zum Flow-Profi zu werden?
Weil wir im Erlernen der Energie-Logik eine Lebensbildung und
ein Grundwissen bekommen, die es uns ermöglichen,
Ein Fraktal bedeutet, dass das Ganze
Bild aus denselben kleinen Elementen
aufgebaut ist. Jedes Teil hat dieselbe
Form, wie das Ganze. Das Ganze wird
aufgebaut durch die Form des Teils und
durch dessen innere Ausrichtung.
Im Zen-Buddhismus bedeutet dies,
dass das grundlegend einfache und
natürliche Denken und Handeln uns
erlaubt, das grosse Ganze des
lebendigen Daseins zu erreichen.
In der Flow-Praix beschreibt dies die
lebendige Logik des Weilens. Für die
Führung und Erziehung bedeutet dies:
wecke im Gegenüber die Erfahrung,
dass er das tut, was er eigentlich will.
Seine Sehnsucht erwacht und wird in
dazu bringen, dass er in vollem Einsatz
für seine Aufgabe arbeitet. Er ist dann
ganz bei sich, während er arbeitet, lernt
oder kooperiert. Sorge dafür, dass
seine Seele oder sein Herz in dem
weilt, was er tut, und er realisiert seine
Aufgabe perfekt.
Zen-Welle
Weilen ist die volle Dynamik der
Lebendigkeit.
Die Dynamik des Weilens ist ein
Selbstbezug, der aus dem Ursprung
kommt. Sehr präzise aber etwas
schwierig hat Kierkegaard in “Die
Krankheit zum Tode” das Selbst
formuliert: “Das Selbst ist ein Verhältnis,
das sich im Verhältnis zum Verhältnis
verhält. Es ist das im Verhältnis, dass es
sich verhält.”
Wenn wir den Flow in einer solchen Defi-
nition des Selbst berücksichtigen, führt
dies zum Einbezug der existentialen
Erfahrung. Dann wird die die Definition
des Selbst zu einer Definition des
Weilens. Diese Dynamik wird so
formuliert:
Weilen ist die Erfahrung einer Erfahrung,
die mich erfährt, und die ich in der
Erfahrung selbst erfahre. In dieser
Erfahrung erfahre ich, dass die Erfah-
rung mich erfüllt und auflöst, so dass
schlussendlich weder das, WAS ich
erfahre, noch das, wie ich es erfahre
zählt. Es zäühlt allein das Erfültsein und
die Unbedingte Geradlinigkeit, die darin
enthalten ist.
Ich erfahre auch jenseits aller Theorie
und allen abstrakten Wissens, dass auch
ich nicht mehr zähle.
Zugleich erfahre ich, dass dieses Ereig-
nen mich erfüllt, indem ich daran teil-
habe. Und dies genügt vollständig. Ja
diese Erfahrung gibt mir mehr, als wenn
es mich als eigenständigen Akteur und
selbständige Substanz noch gäbe. Ich
bin nur noch ergriffen. Und das Ergrif-
fene erfüllt alles, was damit zusammen-
geht.
Das führt zu einem bedingungslosen
Einsatz für das, worauf diese Erfahrung
hinweist. Es ist die absichtslose Absicht
oder Zusicht, die alles in Gang setzt, um
das zu erreichen, was in der Wucht
dieser Erfahrung sich eröffnet. Diese
zusicht ist stärker als jede Motivation und
die Dynamik in jeder Faszination.
Diese unbegreifliche Erfahrung kann
nicht mitgeteilt wrden sondern nur
verstanden werden von einem, der
dieselbe Erfahrung macht.