1. S.Geissler, pixelio.de
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Dr. Gasser  Flow-Akademie,  Schweiz               Flow-Kommunikation   ‒   Kommunikation durch Vitalität    ●
Das Fliesswerk
Fliesslinien, die sich dann umso intensiver in seinen Dienst stellen. Das Erfülltsein als Geschenk des Flow. 14. Die aufbauende Energie von Fliesslinien und Flow ist die verlässliche und stetige Gabe der Vitalität. Prinzip aller Nachhaltigkeit. 15. Die Lust ist das gegenseitige Durchdringen von Vitalität, Be- wusstsein und Erfahrung. Die Lust als reines, vitales Bewusstsein kann in unendlich vielen Details zum Vorschein kommen. 16. Die ureigene Aktivität des Fliessens ist das dynamische Lassen. 17. Dadurch wird das Fliesswerk in typischer Weise als Tropik 3) aktiv, das heisst durch jene Aktivität, welche die Dinge und Prozesse verwandelt. In der Sprache wird die Tropik am stärksten durch Modalverben und Infinitive repräsentiert. 4) 18. Das Echo solcher Erkenntnisse wird in unserer Tradition als Weisheit bezeichnet. Weisheit ist stärker als Klugheit und Tugend. Weisheit erkennt, weil sie erfährt, dass das Ganze mehr ist als die Teile und dass dem Wesentlichen und Grundlegenden nur durch Grundlegung, dem Existieren nur durch Existieren begegnet wird. 5)  Leidenschaft ist deren Betroffenheit, Gelassenheit deren Selbstverständlichkeit. 19. Der radiale Ursprung der Vitalität ist die existentiale Ressource. Wir nennen sie das “Ur” 6) , die “Ursprünglichkeit”. Sie ist eine Form von dynamischer Stille, und die tiefe Sehnsucht ist ihr Botschafter.
20. Die zum Flow und Fliesswerk gehörigen Erklärungen werden durch die ressourcive Philosophie  geleistet. Sie ist nie blosses Nachdenken, sondern umfasst stets Erfahrung und Ergriffenheit des Denkenden. 21. Der Flow ist die Erfahrung und das Erleben der (positiven) Wirkungen dieser Fliesslinien. Dadurch erhalten Kommuni- kation, Führung, Erziehung und Beziehungen einen neuen Weg, um gestaltet zu werden. Die Flow-Werkzeuge bieten Wege der konkreten Umsetzung. 22. Der gezielte Umgang gemäss den Fliesslinien des Flow ist die Flow-Praxis. Sie ist primär eine Tropik, d.h. sie weckt Wandlungen. Sekundär nutzt sie dabei Entwicklung und Veränderung, Reden und Machen als Werkzeuge. 23. Die Eigenheiten und Nutzungsmöglichkeiten des Fliesswerks gehen über die Flow-Praxis hinaus. Die Flow-Praxis jedoch ist eine prototypische Umsetzung der Fliesswerk-Erkenntnisse in die Praxis. 24. Die Erkenntnisse der Flow-Praxis sind nicht abstrakt, sondern unvermittelt und wirken nur in Abstimmung (Konsonanz) mit der dazu gehörigen Erfahrung. 25. Das Fliesswerk weiss, dass das Grundlegende ein Geheimnis ist, dass man diesem am ehesten mit präziser Zuvorkom- menheit näher kommt, und dass mit Gewalt und Härte die Näherung jedoch blockiert wird.
Flow - ein Geschenk des Fliesswerks Die Eigenheiten des Fliesswerks in 25 Punkten
1. Der Mensch ist ein Fliesswesen. Er entsteht aus lauter Strömungen. Diese beinhalten Fliesslinien. Die Beschäfti- gung damit ist eine Form von Nautik. 2. Diese Strömungen zirkulieren im Inneren des Menschen, von ihm zu seinen konstituierenden Elementen (Struktur, Unterbewusstsein, Hinterwille), von ihm nach aussen (Mitwelt, Menschen, Produkte, Gesetze) sowie hin und zurück zu seinen Anliegen. 3. Diese Strömungen sind Kreisläufe. Die vier grossen Arten von Kreisläufen sind: Gegenseitigkeit, Zirkularität (Kreiskausalität, wo jedes Ende auch der Anfang ist), Sphärenlauf (Beeinflussbarkeit durch den Zufall und das Risiko) und Radiallauf (ständige Versorgung mit Energie “aus dem nichts”). 4. Was existiert oder sich im Seienden zeigt, ist ein Ergebnis von Strömungen. Das festgelegte Seiende ist ein Kreu- zungspunkt von Strömungen. 5. Die Individuen (Dinge, Lebewesen, Menschen) bestehen aus inneren Fliesslinien. 6. Wahrnehmung entsteht dadurch, dass innere Fliesslinien sich “bündeln” und sich nach äusseren Fliesslinien aus- richten. Musikalisch gesprochen treten die inneren Fliesslinien in Resonanz mit äusseren und umgekehrt. Wir erfahren das Phänomen, wenn “die Chemie stimmt”. Stimmt die Chemie nicht, wird der Mensch zum Drama. 7. Die Perspektive, unter denen diese resonante
Fliesswerk
Bündelung (Konsonanz) erfolgt, ist der Montagepunkt; die Perspektive wird sozusagen “montiert”. 8. Wie das Ich sich fühlt und wie es sich und die Ausswenwelt wahrnimmt, wird durch die Position dieses Montagepunktes bestimmt. 9. Analog dazu wird auch die seiende Realität montiert. Indem wir Hände haben, werden jene Dinge, die zur Hand passen, zu Dingen, die in handfester Weise sind. Falls die Handlichkeit Referenzpunkt der Montage 1)  ist, gelten die handfesten Dinge als absolute, feste und gültige Ta  tsachen. Die Wahrnehmung wird zugleich verengt. 10. Bei jedem Lebewesen kann der Montagepunkt verschoben werden. Bei den Tieren geschieht er passiv, der Mensch aber hat die Freiheit, ihn auch aktiv und auf gelassenes Zusehen hin zu verschieben. 11. Die unerhörte Kreativität des Menschen beruht auf dieser Freiheit. Diese Freiheit wird zum selbstgestalteten Gefängnis, wenn das Ich und sein Montagepunkt durch Vorurteile, Mangel an Bewusstsein, Eigendünkel oder Hass fixiert wird. Der Mensch wird dadurch zu seiner Tragödie. 12. Der Aufbau und das Funktionieren dieser Fliesslinien ist das Fliesswerk. Die dazu gehörige Theorie nennt sich “Fliesswerk-Theorie”. Systeme, Sprache, Gesetze und Dinge sowie deren Aktivitäten sind Werkzeuge des Fliesswerks 2) . 13. In der Navigation (= surfen auf dem Flow) stellt sich der Mensch in den Dienst dieser
Anmerkung 1-2 Anmerkung 3-4 Anmerkung 5-6 1 Fliessen als elementares Prinzip Der Schwung des Flow Die Zukunft als Abenteuer  der Faszination